Programm Jahreskonzert 2008

JAHRESKONZERT 2008

DER KOMPONISTENKLASSE HALLE

mit Gästen der Komponistenklassen Dresden und Magdeburg

SONNTAG, 16. NOVEMBER 2008, 15 UHR
IM HÄNDELHAUS HALLE

KNM Berlin
Leitung: Milko Kersten

Adrian Georgi (*1999) /
Martin Schöne (*1997) Der Zufall

Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Trommel

Georg Mausolf (*1997) Ouvertüre

Oboe ,Posaune, Violine, Viola, Violoncello und Snare Drum

Lea Swalve (*1995) Morgenwind

Klarinette, Violone, Viola, Violoncello

Jorma Marggraf (*1998) Im Hexenhaus

Klarinette, Violine, Klavier und Schlaginstrumente

Johannes Körbl (*1996) Zwei Wege
Komponistenklasse
Magdeburg Bassklarinette und Violoncello

Carl-Frederik Zeh (*1998) Der Kampf

Oboe, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, sowie
Handtrommeln und Klanghölzer

Klänge

Oboe, Bassklarinette, Posaune, Violine, Violoncello

Joshua Jacob (*1998) Sonatenverarschung C20 oder Dederstedter Blasmusik

Oboe, Klarinette, Triangel und Flexaton

Jochewed Schmeck „como un espejo“
Komponistenklasse
Magdeburg Oboe, Viola, Posaune

Johannes Gedeon Nachricht von Großmutters Tod

Oboe, Klarinette, Posaune, Violine, Viola, Violoncello

………………………………………………PAUSE……………………………………………………………

Benedikt Kau (* 1995) Oboenstreichtrio
Komponistenklasse
Dresden Oboe, Violine, Viola, Violoncello

Pauline Peinhardt (*1997) Nachts im Wald

Klarinette, Posaune, Violine, Viola, Violoncello
und Knistertüten

Ada-Filine Zeh (*1999) An der Insel die Uferschwalbe

Oboe, Klarinette, Posaune, Viola, Violoncello

Florian Hein Frühling

Oboe, Violine, Viola, Violoncello

Valentin Schaff Studie für Violoncello

Xenia Georgi (*1997) Die Gespensterschule

Oboe, Klarinette, Posaune, Viola, Violoncello,
Dirigent und Erzähler

Kriemhild Hamann (*1997) Die Probe im Orchestergraben

Oboe, Klarinette, Violine, Violoncello und Dirigent

KNM Berlin
Anja Schmiel, Oboe
Winfried Rager, Klarinette
Daniel Ploeger, Posaune
Daniella Strasfogel, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Cosima Gerhardt, VIoloncello

KNM
Der Impuls des Anfangs ist bis heute erhalten geblieben. Er hat sich im Laufe der nunmehr siebzehnjährigen Arbeit des Ensembles modifiziert, transformiert, ist jedoch niemals verloren gegangen. Dieser Impuls ist Unangepasstheit.
Als sich zwischen 1987 und 1989 an der damals (Ost)Berliner Musikhochschule »Hanns Eisler« gleichgesinnte Studenten um Juliane Klein und Thomas Bruns zusammenfanden, um ein Ensemble für neue Musik zu gründen, wollten sie dem institutionellen Traditionsmief ihrer Ausbildungsstätte Eigenes entgegensetzen. Die Unangepasstheit, die keineswegs politisch sondern ästhetisch motiviert war, hatte
für die Ensemblearbeit entscheidende Konsequenzen. Ausgehend von jenem Erlebnisaspekt, den die Musiker auf ihr Publikum übertrugen, verstanden sie das Konzert von Anfang an als Experiment.
(Gisela Nauck)
So war es nur konsequent, das das KNM Berlin die »offenen« Musikkonzepte der 60er Jahre aufgriff, um diese bewusst in spannungsvolle Beziehungen zu aktuellen Tendenzen des Musikmachens zu setzen.
Resultate dieser künstlerischen Auseinandersetzung waren in den 90ern etwa die Präsentation von Konzertinstallationen (u.a. mit Peter Ablinger, Nicolas Collins, Ana Maria Rodriguez) oder später dann u.a. die Zusammenarbeit mit den Regisseuren Jan Lauwers, Ingrid von Wantoch Rekowski und Xavier Le Roy. Die gemeinsamen Arbeiten wurden in den USA, Südamerika und ganz Europa u.a. zu den Donaueschinger Musiktagen, den Wiener Festwochen, Wien Modern, Festival d’Automne à Paris, der settembre musica Torino, ars musica Brüssel und musica Strasbourg erfolgreich gezeigt.
Wichtige Impulse kamen weiterhin sowohl aus der langjährigen Zusammenarbeit mit Komponisten z.B. wie Mark Andre, Richard Barrett, Pierluigi Billone, Beat Furrer, Georg Katzer, Helmut Lachenmann, Chris Newman, Helmut Oehring, Salvatore Sciarrino und Dieter Schnebel als auch durch die ständige Arbeit mit Dirigenten wie Beat Furrer, Peter Rundel und Roland Kluttig, der dem KNM von 1994-98 als Musikalischer Leiter künstlerisch verbunden war.
2002 beschlossen die 11 Mitglieder des KNM, auch in kleineren Kammermusikformationen zu arbeiten. So enstand aus der ungewöhnlichen Kombination von Bläsertrio und Tuba »KNM Ganesha« und schließlich 2004 das »KNM Quartett«.
Seit Jahren kann das KNM Berlin auf künstlerisch wertvolle Kooperationen mit Berliner Partnern wie der Akademie der Künste, den Berliner Festspielen, dem Konzerthaus Berlin und dem Ultraschall Festival verweisen.
Zu Rundfunkproduktionen wurde das Ensemble vom DeutschlandRadio, Deutschlandfunk, ORF, Radio Bremen, SWR und WDR eingeladen. Das KNM gastiert in allen wichtigen internationalen Musikzentren, so in Belgrad, Brüssel, Buenos Aires, Frankfurt, Kopenhagen, Köln, London, Malmö, Marseille, Moskau, München, Nancy, New York, Paris, Petersburg, Rom, Strasbourg, Toulouse und Wien.
Im Herbst 2008 präsentierte das KNM die aktuelle Berliner Musikszene in der Carnegie Hall, New York City. Seit 2008 ist das KNM Berlin Partner im ohrenstrand.net.
Das KNM Berlin wird unterstützt durch die Akademie der Künste, die INM Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Kulturprojekte Berlin GmbH und den Regierenden Bürgermeister, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Ausgewählte Projekte wurden nachhaltig durch den Hauptstadtkulturfonds und die Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Hallo ich heiße Adrian Georgi. Ich bin 9 Jahre alt. Diesmal habe ich mit meinem Freund ein Stück geschrieben, das Stück heißt der Zufall. Ich und mein Freund sind wandern gewesen als wir auf die Idee gekommen sind, ein Stück zu schreiben. Und ich spiele Gitarre. Tschüss

Mein Name ist Martin Schöne. Ich spiele 5 1/2 Jahre Cello. Ich habe mit dem Adrian Georgi zusammen ein Stück geschrieben. Ich habe dieses Stück der Zufall genannt, weil niemand so genau wusste, was der andere wirklich schreibt. Dann haben wir das Stück zusammengepuzzelt.

Georg Mausolf

-geb. 1997 in Halle
-besuchte die Montessori-Grundschule
-2004 erster Klavierunterricht, großes Interesse am Improvisieren, erste Kompositionen für Klavier
-2005 Beginn des Schlagzeugunterrichts
-2007 erster Preis beim Wettbewerb “Jugend musiziert” in der Kategorie Schlagzeug Solo mit eigener Komposition für Xylophon
-seit Herbst 2007 Mitglied der Komponistenklasse
-seit diesem Jahr ist er Schüler des Musikzweiges der Latina AHF, Hauptfach Schlagzeug in der Klasse von Hagen Hauser

Ich heiße Lea Swalve und bin am 05.11.2008 13 geworden.
Ich gehe auf das Elisabeth-Gymnasium in Halle.
Meine Hobbys sind lesen, reiten, geige spielen und komponieren.

Mein Stück war eigentlich für eine Hänsel&Gretel Aufführung gedacht,
die aber dann doch nicht stattfand. Daher habe ich es für das Jahreskonzert zu Ende
geschrieben.

Johannes Körbl
1996, Aachen, lebt seit 2006 in Magdeburg und geht an das Int. Gymn. Pierre Trudot in die 6. Klasse. Seit Ostern 2008 Kompositionsunterricht, spielt Flöte und Klavier. Singt im Magdeburger Knabenchor Sopran.

Das Stück “2 Wege” basiert auf einem Gregorianischen Choral. Es besteht aus 2 Linien, die am Anfang des Stücks ein Organum bilden, sich aber hinterher unabhängig voneinander entwickeln. Daher der schlichte Name “2 Wege”.

Ich heiße Carl-Frederik Zeh, bin 10 Jahre alt und spiele Klarinette und Klavier. Ich habe seit ich 7 Jahre alt bin Kompositionsunterricht.

Der Kampf

Dieses Stück habe ich geschrieben, weil ich eine gute Idee hatte. Die Idee war, dass man mit einer Trommel und einem Klangholz einen Krieger darstellen kann. Wenn man zwei Krieger gegenüber stellt können sie kämpfen. So kam ich zu meinem Stück.
Für mein Stück habe ich eine kämpferisch, schnelle Musik ausgesucht. Es kommen zwei Kämpfe vor: ein gleichmäßiger und ein wilder.

Besetzung: Klarinette, Oboe, Posaune, Violoncello, Viola, Violiene

Klänge

In diesem Stück kommen Akkorde mit besonderen Klängen vor. Ich habe dieses Stück geschrieben, weil ich solche Akkorde mag.

Besetzung: Bassklarinette, Oboe, Viola, Violoncello, Violiene

Mein Name ist Joshua Jacob. Ich wurde am 24.11.1998 geboren
und bin fast 10 Jahre alt. Ich gehe in die 4. Klasse. Flöte spiele ich schon seit
der 1 Klasse. Ich bin erst seit diesem Jahr in der Komponistenklasse.
Das Komponieren macht mir Spaß.
Meine Flötenlehrerin ist Karoline Schulz, bei der ich sehr gern Unterricht habe.

Mein Musikstück, das ich geschrieben habe, heißt Dederstedter Blasmusik. Ich habe es im Sommerkomponistenlager in Dederstedt geschrieben. Es sollte eigentlich ein Ragtime werden, aber es ist dann doch keiner geworden.

Ich heiße Jochewed Schmeck, bin 15 Jahre alt und besuche die 10. Klasse des CJD Christophorus Gymnasiums in Droyßig.
Ich spiele seit 2000 in der Musikschule Anna-Magdalena Bach in Zeitz Geige, von 2003 bis 2006 habe ich Musiktheorie gehabt und habe danach zwei Jahre an dem Kompositionskurs bei Mathias Büttner teilgenommen. Am komponieren reizt mich, dass ich etwas schaffen und formen und auch ausdrücken kann, was nicht durch Worte gesagt werden kann.
Also mein Stück heißt “Como un espejo”, das kommt aus dem Spanischen und bedeutet, wie ein Spiegel. Die deutsche Übersetztung sollte aber, zumindest nicht im Programmheft erscheinen (es soll zum Nachdenken und auch zum Nachforschen anregen…).Zu meinem Stück: Ich habe den Instumenten Oboe, Viola und Posaune Charaktere zugeordnet (Oboe-lebhaft/unruhig, Viola-träge, Posaune-volkstümlich). Diese habe ich versucht in Musik umzusetzen, dabei habe ich besonders mit den Klangfarben gearbeitet. Die Komposition “Como un espejo” ist somit ein Spiegel, der die sehr eigenen Klänge der Instrumente in der Musik reflektiert.

Ich heiße Johannes Gedeon und bin am 28.08.1992 in Halle/Saale geboren. Meine Mutter arbeitet als Psychotherapeutin und Neuraltherapeutin in einer eigenen Praxis („CIT“). Mein Vater ist Biologe und Leiter des sächsischen Ornithologenverbands. Nach einem Abschluss an der Montessori-Schule in Halle besuche ich bis heute das Giebichenstein-gymnasium „Thomas Müntzer“. Ich lerne seit 5 Jahren Klavier an der Musikschule „Robert Franz“ und lerne seit 3 1/2 Jahren Schlagzeug am Konservatorium „Georg-Friedrich-Händel“ in Halle. In meiner Freizeit zeichne und komponiere ich gerne. In der Musik spezialisiere ich mich auf den Stil der Filmmusik, Romantik, und des Barock . In meinen Stücken versuche ich häufig in modernerer Filmmusik Elemente des Barock einzubringen.

Der Grund, warum ich das Stück „Die Nachricht von Großmutters Tod“ schrieb, ist der Versuch, Reaktionen und Gefühle des Lebens in einem Stück einzeln festzuhalten, und diese nicht einfach zu verallgemeinern. Ich versuche durch dieses Stück eine Geschichte zu erzählen, wie eine Familie auf die Nachricht, die Großmutter sei gestorben, reagiert und ordne den verschiedenen Familienmitgliedern ein einzelnes Instrument zu. In dem Stück zeigt sich ein Dialog zwischen den Instrumenten, wo der Schock und die Trauer, aber auch der Trost und die schönen Erinnerungen aufgezeigt und beschrieben werden. Es ist ein völlig neuer Versuch für mich in solch einer Form Musik zu schreiben. Somit wollte ich mich von meinem geliebten Barock-Stil erstmals trennen.

Ich heiße Ada-Filine und bin 9 Jahre alt. Als ich das Stück geschrieben habe war ich 8 Jahre alt. Ich spiele Violine.
Ich habe das Stück „An der Insel die Uferschwalbe“ komponiert, weil ich in den Sommerferien auf der Insel Hiddensee war und dort Uferschwalben gesehen habe.

An der Insel die Uferschwalbe

Mutter Uferschwalbe war auf Futtersuche und ist auf dem Heimflug zu ihrem Nest. Unterwegs begegnet sie einem Frosch, der laut vor sich hinquakt.
Zu Hause freuen sich ihre Kinder, dass sie wieder da ist und streiten sich um das mitgebrachte Futter. Ein Geräusch lässt sie verstummen. Ein Raubtier läuft den Strand entlang und kratzt mit seinen Krallen an den Uferwänden. Die Vögel haben Angst. Ein anderes großes Tier erscheint am Strand. Ein Durcheinander entsteht. Ein Schwalbenjunges fliegt vor Schreck seine erste Runde vor dem Nest. Alle reden miteinander. Die Vögel merken, dass das Raubtier keine Gefahr für sie ist. Alle werden wieder froh.

Florian Hein
„Frühling“

Vor einem Jahr begann ich mich im Rahmen einer Schularbeit (=Jahresarbeit) mit dem Thema Komposition zu beschäftigen. Schon seit vielen Jahren spielte ich Cello und singe in verschiedenen Chören wie dem Stadtsingechor zu Halle und später dem Landesjugendchor. Nun begann ich also vornämlich für Celli und kleinere Chorbestzungen Musik zu schreiben. Im Sommer nahm ich am Ferienkurs der Komponistenklasse teil und konnte dort viel Neues für mich erfahren und vor allem den ersten Satz (Frühling) eines geplanten viersätzigen Stückes erarbeiten. Eigentlich ist das Stück für vier Celli geschrieben, angesichts der Möglichkeit es beim diesjährigen Konzert von einer anderen Besetzung spielen zu lassen schrieb ich es noch einmal um.

Neben der Musik beschäftige ich mich vor allem mit Sport, ich spiele Basketball und gehe in die 13. Klasse der Freien Waldorfschule Halle.

Ich, Valentin Schaff, bin 16 Jahre alt. Mit 5 Jahren habe ich begonnen Klavierunterricht zu nehmen und dies bis heute fortgeführt, zwischenzeitlich mit einem parallelen Besuch des Jazzpiano-Unterrichts . Mittlerweile spiele ich in verschiedenen Ensembles und habe dieses Jahr begonnen Kompositionsunterricht zu nehmen.

In vorgestellten Stück „Studie für Cello” habe ich versucht, mich mit dem Kontrast rhythmischer Struktur und freier Fläche im Solostück auseinander zu setzen.

Hallo Leute!

Ich bin Xenia Georgi. Bin 11 Jahre alt und habe am 28.5.1997 Geburtstag.
Die Idee meines Stückes „die Gespensterschule“ entstand bei einem Bratschenvortrag im Ferienkurs diesen Jahres. In meinem Stück geht es um Gespenster wie der Name Gespensterschule schon sagt es geht um Streber Wilhelm (Cello), Lehrer Bandolf (Dirigent), um die Gespenstermädchen Johanna (Oboe), Sabine (Bratsche) und die Jungen Kasper (Posaune) + Klaus (Klarinette). Ich spiele auch noch Cello aber das wird jetzt wirklich zu
viel. Tschüss bis zum nächsten Mal und schönes Zuhören.

Mein Name ist Kriemhild Hamann. Ich bin 10 Jahre alt und spiele 3 Jahre Harfe. Mein Lieblingsinstrument ist der Dirigent.
In meinem Stück habe ich rausgekriegt, dass ohne den Dirigenten eben nichts funktioniert. Die Oboe kommt zu früh. Dann verspielt sie sich und die Klarinette lacht sie aus. Die beiden konnten sich eh noch nie so richtig leiden. Dann kommt die Violine, die denkt, dass sie besser spielt als die anderen. Das Cello kommt immer zu spät. Und dann schläft es auch noch ein.
Doch zum Glück kommt endlich der Dirigent, sonst könnten Sie das Stück gar nicht hören . . .
Das Konzert wurde gefördert vom:

dem Land Sachsen-Anhalt

der Stadt Halle

und dem musikalischen Kompetenzzentrum Sachsen-Anhalt.