Jahreskonzert 2009

JAHRESKONZERT

DER KOMPONISTENKLASSE HALLE

SONNTAG, 1. NOVEMBER 2009, 16 UHR

IM HÄNDELHAUS HALLE

SONNABEND, 21. NOVEMBER 2009, 16 UHR

IM KUNSTMUSEUM.DIESELKRAFTWERK

COTTBUS

Ensemble JungeMusik, Brandenburg

Leitung: Antonis Anissegos

PROGRAMM

Jorma Marggraf (*1998) Electric Pulse für

Klarinette, Oboe, Violine und Violoncello


Charlotte Peinhardt (*1998)

Ein lustiges Stück, Der Sonnenaufgang

Violine solo

Nachts im Wald

Violine, Violoncello, Kontrabass

Adrian Georgi (*1999) “?”

Klarinette, Oboe, Fagott, Violine, Violoncello, Kontrabass

Helen Meusel (*1998) “Verrückt”

Klarinette, Violine, Kontrabass

Pauline Peinhardt (*1997) Neue Abschiedssinfonie

Klarinette, Oboe, Fagott, Violine, Violoncello, Kontrabass

Xenia Georgi (*1997) Tuareg

Klarinette, Oboe, Fagott, Violine, Violoncello, Kontrabass,

Handtrommel

Joshua Jacob (*1998) Ihlower Quartett

Klarinette, Oboe, Fagott, Kontrabass

Lea Swalve (*1995) Vier Stücke für Violine

Carl-Frederik Zeh (*1998) Unbekanntes Trio

Fagott, Violoncello, Kontrabass

Johannes Gedeon (*1992) Studie der Obertöne

Klarinette, Oboe, Fagott, Violine, Violoncello, Kontrabass

Valentin Schaff (*1991) Studie für Klarinette, Violine, Violoncello, Kontrabass und Klavier

Ada-Filine Zeh (*1999) Der Topf

Klarinette, Oboe, Fagott, Violine, Violoncello, Kontrabass

Ensemble JungeMusik, Brandenburg

Yu-Pei Wang, Oboe

Matthias Badczong, Klarinette

Eckart Kummer, Fagott

Anna Tanskanen, Violine

Johannes Dworatzek, Violoncello

Matthias Bauer, Kontrabass

Antonis Anissegos, musikalische Leitung

als Gast:            Konrad Möhwald, Klavier

Alexander Morawitz, Handtrommel

TEXTE  ZU DEN KOMPOSITIONEN

Hallo, ich heiße Pauline und bin 12 Jahre alt. Ich gehe seit 3 Jahren in die Komponisten Klasse und spiele außerdem noch Klavier.

Über mein Stück „Die neue Abschiedssinfonie“: Am Anfang ist es so, dass alle anderen Instrumente einen roten Teppich für das Cello ausbreiten, denn das Cello ist eine berühmte Persönlichkeit. Nun tritt das Cello auf und spielt ihr neustes Stück (natürlich allein). Doch die anderen Instrumente halten es nicht mehr aus und fangen an mitzuspielen. Schließlich spielen alle eine Zeit lang friedlich zusammen. Nun stoppt das Cello die anderen und wählt sich die Klarinette als ihre Begleitpartnerin aus. Also spielen die beiden zusammen eine Melodie, in der mal die Klarinette oder das Cello die Begleitung spielt. Doch die anderen Instrumente werden neidisch auf die beiden und fangen an, schiefe Töne in die Musik der Klarinette und des Cellos zu spielen. Schließlich werden alle Instrumente lauter und lauter. Jeder will der Lauteste sein. Doch für manche Instrumente ist es zu laut und sie verschwinden nach und nach von der Bühne. Zum Schluss bleibt nur das Cello übrig und spielt eine Abschlussmelodie. Stolz auf sich, weil sie die anderen vertrieben hat. So endet die Geschichte!!

Hallo ich heiße Charlotte, bin 10 Jahre alt und gehe seit den Sommerferien in die Komponistenklasse.

Meine Stücke sind wie ein Tag: erst „Der Sonnenaufgang“, dann das Kaffeetrinken bei einem leckeren Stück Kuchen mit „Ein lustiges Stück“ und zum Schluss „Nachts im Wald“.

Ich, Johannes Gedeon, bin am 28.08.1992 in Halle/Saale geboren. Nach einem Abschluss an der Montessori-Schule in Halle besuche ich bis heute das Giebichenstein-Gymnasium „Thomas Müntzer“. Ich lerne seit 6 Jahren Klavier an der Musikschule „Robert Franz“ und lernte seit 3 1/2 Jahre Schlagzeug am Konservatorium „Georg-Friedrich-Händel“ in Halle. In meiner Freizeit musiziere und komponiere ich sehr gern, wie es zu erwarten war. In der Musik spezialisiere ich mich auf den Stil der Filmmusik, Romantik, Barock und des Expressionismus.

Die “Studie der Obertöne” ist für meine Verhältnisse sehr experimentell und geht in die Richtung der moderneren Musik. Ich verwende jediglich acht Töne in diesem Stück, welche ganz bewusst ausgewählt wurden: Aus der Obertonreihe. Sie ist eine Reihe von Tönen, welche man beim spielen eines (vor allem tiefen) Tones hören kann. Dieses Phänomen versuche ich dem Zuhörer mit diesem Stück zu zeigen, bei dem ich mit diesen Obertönen experimentierte.

Mein Name ist Xenia Georgi. Ich wohne in Dresden und fahre immer zu den Ferienkursen mit, wo meine Mama Komposition unterrichtet. Mein Stück „Tuareg“ habe ich so genannt, weil wir in Geographie gerade die Sahara behandelten und ich einen Vortrag über die letzten Nomadenbewohner der Sahara, die Tuareg gehalten habe. Mein Stück handelt von einer Karawane, die die Sahara durchwandert. Es beschreibt die Wüste und die typischen flachen Dünen der Sandwüsten. Man hört heraus wie es unerträglich heiß wird und die Tuareg in den Trugbildern einer Fata Morgana versinken.

Hallo Leute ich bin Adrian Georgi und10 Jahre alt. Ich wohne in Dresden und spiele Gitarre und Klavier .Mein Stück hat noch keinen Namen, weil ich es erstmal hören wollte. Ich höre gerne Zigeunermusik und viel andere Musik. Tschüss Leute, wir sehen uns hoffentlich beim nächsten Konzert wieder.

Ich bin Joshua Jacob und bin 10 Jahre alt. Ich habe bei Karoline Schulz 4 Jahre Blockflöte gespielt und spiele jetzt am „Carl Maria von Weber“ – Gymnasium in Dresden Klarinette. Ich fahre in die Ferienkurse, weil ich gerne komponiere – and I love stones.

Ihlower Quartett Mein letztes Stück war zweistimmig, diesmal wollte ich ein vierstimmiges Stück schreiben. Ich wollte gerne ein spannendes und aufregendes Stück schreiben. Mein Stück beginnt mit einer Melodie aus meinem Hörbuch „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Ich habe Klarinette, Oboe, Fagott und Kontrabass genommen, weil ich wissen wollte, wie sie zusammen klingen und was sie für eine Harmonie ergeben.

„Unbekanntes Trio“ für Fagott, Violoncello und Kontrabass von Carl-Frederik Zeh, 11 Jahre, spielt Klarinette und Klavier.

Der Titel bedeutet einerseits, dass es eine ungewöhnliche Besetzung für ein Trio ist, andererseits bedeutet es, dass die Musik ungewöhnlich ist. Das Stück ist „experimentell“, ungewöhnlich und außergewöhnlich. Es hat keine Taktstriche.

Electric Pulse

Mein ganzer Grundgedanke zu diesem Stück ist: Ordnung und Unordnung. Das kommt daher, weil (und das wird man auch hören) im (fast) gesamten Stück ein regelmäßiger Puls, der von jedem Instrument mindestens einmal gespielt wird, läuft. Um diesen Puls herum spielen die anderen Instrumente irgendein Zeug, eine Art Brainstorming teilweise. Außerdem: Der Puls kommt in der Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave vor.

Jorma Marggraf

Ich, Lea Susanne Swalve, bin 13 Jahre alt und werde bald 14. Ich spiele fast acht Jahre Geige und bin seit drei Jahren in der Komponistenklasse. Ich lese ganz furchtbar gerne und reite.

Ich habe vier Stücke für Geige geschrieben, weil ich selber Geige spiele. Dabei habe ich versucht, jedem Stück einen anderen Charakter zu geben.

„Der Topf“ ist ein Stück für sechs Instrumente.

Am Anfang weht der Wind.

Zwischendurch hört man Tiergeräusche.

Dann beginnen die Musiker, ein Stück zu spielen.

Der Rasenmäher fängt an und übertönt die Musik.

Plötzlich schreit es laut aus dem Publikum.

Der Rasenmäher geht langsam aus und die Musik erschallt wieder.

Am Ende des Stückes gibt es einen Knall vom Bühneneingang…

Ich heiße Ada-Filine, bin zehn Jahre alt und spiele Geige.

Der Name des Stückes „Der Topf“ ist mir wegen des Endes eingefallen.


Ensemble JungeMusik

Das Ensemble entstand 1994 auf Anregung des damaligen Musikschulleiters Michael Schwinger unter der Leitung von Helmut Zapf an der Musikschule Berlin-Kreuzberg. Zunächst bildete das Experimentieren mit neuen Spieltechniken und das Improvisieren eine wichtige Grundlage der Arbeit. In seiner Entstehungszeit wurden besonders junge Komponisten wie Sebastian Stier, Steffen Schellhase, Janis Antonopulis, Tomasz Tarczynski und Peter Köszeghy aufgeführt, aber auch die „alte Hasen“ wie Friedrich Schenker, Walter Zimmermann, Friedrich Goldmann, Lothar Voigtländer und Georg Katzer schrieben für das Ensemble.

JungeMusik spielte bei den “Randspielen” in Zepernick, regelmässig zur “Kreuzberger Klangwerkstatt”,  den „Weimarer Tage der Neuen Musik“ sowie zu den “Intersonanzen” in Potsdam, aber auch Konzerte in den Niederlanden und der Schweiz (2000 und 2004, 2006) mit Kompositionen aus der Schweiz, den Niederlanden und aus Deutschland.

Was einst an der Musikschule Kreuzberg begann, ist den Kinderschuhen lange entwachsen. Alle Mitglieder arbeiten heute überwiegend als freiberufliche Musiker, die sich der Interpretation Neuer Musik fest verschrieben haben.